Liebe
ruderinteressierte Friesen!
Am vergangenen Wochenende fanden in Wien auf der
Neuen Donau die Österreichischen
Staatsmeisterschaften statt. Bei wirklich
einwandfreiem Wetter und Bedingungen konnten die
Zuseher und mitradelnden Fans zum größten Teil
wirklich interessante sowie spannende Rennen
sehen.
Vorab möchte ich mich bei all jenen
Friesenmitglieder bedanken, die mitgeholfen
haben, dass die Staatsmeisterschaften gut
organisiert abgelaufen sind. Helma Watzek, Karin
Vorraber, Eva Gruber, Alexander Gruber in seiner
Doppelfunktion als Helfer und Schiedsrichter,
Renate Kornfeind als Schiedsrichterin, Gerlinde
Biwald, Ursula Kabas und unsere Schüler (am
Sonntag, weil sie keine Rennen hatten). Es ist
einfach notwendig, dass wir auch aus den
Vereinen heraus die notwendige Unterstützung
beibringen müssen, damit Regatten in Wien
stattfinden können.
Weiters will ich mich bei den wenigen Fans
bedanken, die den Weg an die Neue Donau gefunden
haben. Es gab sogar einen Friesen Fan mit
eigener Friesen-Fahne am Rad montiert (leider
nicht mit Foto festgehalten).
Nun zu den Rennen:
Freitag:
Junioren A Doppelvierer
Nikola Szucsich, Timon Gruber, Daniel Ofner,
Klemens Matousek
In diesem
Rennen waren die Erwartungen seitens des
selbsternannten größten Fan, dass wir ein
ausgeglichenes Rennen sehen werden und unsere
jungendlichen Aktiven hier eine spannende Rollen
spielen werden.
Vom Start weg ist der Friesen-Vierer sehr gut
weggekommen und so wie es sich von außen
ausgesehen hat, fanden sie auch einen guten
Rhythmus. Nach etwa 600m ging die Post in dem 7
Boote-Feld aber ab und unser Vierer verlor hier
leider etwas den Anschluss. Bei 1000m waren sie
noch in Reichweite, aber leider konnten sie den
Rückstand auf die führenden Boote nicht mehr
wettmachen und wurden dann gute Sechste, rd. 5
Zehntel hinter dem 5. Platzierten. Gratulation
an die Mannschaft, die ein sehr engagiertes
Rennen abgeliefert hat. Vor allem an Nikola und
Daniel, die hier ihr erstes 2000m Rennen
absolviert haben.
Samstag:
JuniorenA Einer: (Bericht von Stephen
Biwald)
Timon Gruber
Mut ist nicht
käuflich! Timon hat in diesem Rennen bewiesen,
dass er ihn hat. Technisch und von der mentalen
Einstellung war es eines der besten Rennen, das
Timon in seiner bisherigen Laufbahn gefahren
ist. Der Rückstand auf die beiden ersten Boote
mit Mario Santer und Paul Sieber war im Ziel
sehr groß und hat schonungslos die Schwächen im
Ausdauerbereich aufgezeigt. Die ersten 1000m ein
wirklich fulminantes Rennen fahrend, musste er
diesem Manko auf der zweiten Streckenhälfte
Tribut zollen. Bei der 1500m Marke noch knapp an
der 3. Stelle liegend, musste er sich trotz
heftiger Gegenwehr im Ziel mit dem 4. Platz
abfinden. Dieses Rennen hat gezeigt, dass Timon
in seinem ersten Trainingsjahr sehr viel gelernt
hat. Es hat aber auch deutlich die noch
vorhandenen Defizite offenbart und klar
definiert wo die Schwerpunkte für das kommende
Wintertraining gesetzt werden müssen.
Gratulation zu diesem unglaublich couragierten
Rennen
Schüler
Doppelvierer:
Markus Hauer, Georg Schinner, Elias Marcus,
Sebastian Kabas, Stm. Gideon Frey
In diesem
Rennen ging unsere Mannschaft das Rennen sehr
ambitioniert auf die Strecke. Leider war von
Beginn an zu sehen, dass die Harmonie und
Abstimmung auf Grund von fehlenden gemeinsamen
Ruderkilometer nicht vorhanden war. Sie kämpften
aufopfernd um den Anschluss an die ersten Boote,
aber leider war den Abstand, der sich nach der
Startphase ergeben hat, nicht mehr aufzuholen.
Am Ende des Rennens konnten sie sich noch ein
wenig an die führenden Boote heranarbeiten und
belegten den fünften Platz. Vielen Dank für
Euren Einsatz bei diesem Rennen.
Junioren B
Einer:
Fabian Traxler
In dieser
Bootsgattung hatten wir leider nur einen Starter
am Start. Nachdem wir Matthias Kiralyhidi
krankheitshalber abmelden mussten, war es Fabian
der unsere Fahnen hoch halten durfte. Es sei
gleich zu Beginn geschrieben, dass Fabian dies
wirklich sehr gut machte.
Im Vorlauf belegte er den guten 2. Platz und
somit qualifizierte Fabian sich für das
B-Finale.
Der Finallauf war aus meiner Sicht ein Rennen,
wo Fabian endlich mal zum Großteil aufzeigen
konnte was in ihm steckt. Er fuhr vom Start weg
mit dem ganzen Feld mit und versuchte genau das
umzusetzen, was vorher mit den Trainern
besprochen wurde. Schlussendlich wurde er sehr
guter Fünfter mit dem Minimalabstand von nur 5
Zehntel hinter dem dritten Platz. Gratulation an
Fabian - ein wirklich gutes Rennen.
Schüler Doppelzweier:
Markus Hauser, Sebastian Kabas
Im Vorlauf am
Vormittag fuhren Markus und Sebastian ein sehr
ambitioniertes Rennen. Leider waren von den
mitfahrenden Booten drei schneller als sie und
somit erreichten sie das B-Finale. Völlig
unverständlich fanden die Finalläufe des
Doppelzweiers genau eine Stunde nach dem
Doppelvierer statt. Hier fuhren Sebastian und
Markus ein sehr tolles Rennen und konnten einen
klaren Sieg in diesem Rennen für sich verbuchen.
Gratulation an die beiden jungen Ruderer.
Sonntag:
Junioren B Doppelzweier:
Boot 1: Nikola Szucsich, Daniel Ofner
Boot 2: Fabian Pudgar, Jakob Schmölzer
Im Vorlauf
können wir zwei völlig unterschiedliche
Geschichten erzählen.
Nikola und Daniel fuhren ein sehr konzentriertes
und kontrolliertes Rennen und gewannen ihren
Vorlauf.
Fabian und Jakob hatten leider beim ersten Start
gleich einen Ruderbruch (nach einem Krebs) zu
verzeichnen - zum Glück hat der Schiedsrichter
das Rennen wiederholen lassen und beim zweiten
Rennen hatte Fabian leider ein kurzzeitiges
Problem mit dem Rollsitz. Sie mussten kurz
Blattlegen und damit verloren sie ihre sehr gute
Position (sie waren zu diesem Zeitpunkt bei den
zwei führenden Boote mit dabei) und belegten
schlussendlich den vierten Platz (damit Finale
B)
Finale B:
Hier konnten Fabian und Jakob klar zeigen, dass
ihr Platz im A-Finale sein sollte. Sie gingen
gleich in Führung, bauten diese dann
kontinuierlich aus und kontrollierten das Rennen
bis ins Ziel.
Gratulation zu Eurer Moral und ihr wisst selber,
dass noch viel mehr drinnen ist.
Finale A:
Nikola und Daniel gingen wie immer ihr Rennen
sehr forsch an und fuhren mit dem Boot von Lia
und Staw den anderen Booten von Beginn an
kontinuierlich davon. Es entwickelte sich ein
wirklich interessantes Rennen. Lia übernahm nach
500m das Kommando und baute ihre Führung immer
ein wenig mehr aus und Nikola/Daniel
vergrößerten ihrerseits kontinuierlich den
Vorsprung auf das Staw-Boot. Nikola und Daniel
versuchten alles um an das Boot von der Lia
heranzukommen, aber an diesem Tag war leider
gegen den späteren Sieger kein Kraut gewachsen.
Im Ziel sah man dann einen Sieg der Lia vor
unserem Boot und der Staw. Gratulation zu dem
sehr mutigen und wirklich tollen Rennen. Das
soll Mut und Ansporn für die nächsten
Trainingsjahre geben.
Junioren B Doppelvierer:
Nikola Szucsich, Daniel Ofner, Fabian Pudgar,
Jakob Schmölzer
Der Vorlauf den sie am Vormittag gleich nach dem
Doppelzweier zu bestreiten hatten, war eine
recht klare Angelegenheit. Unser Boot wurde
hinter der Lia zweite und qualifizierte sich
sehr souverän für das A-Finale
A Finale: Hier war das Boot der Lia absolut in
der Position des Favoriten. Unser Vierer war,
nachdem er bereits das vierte Rennen an diesem
Tag war, eher in der Außenseiterposition. Nach
dem Start ging die Lia gleich in Führung und
dahinter folgten Wiking Linz, Wiking Bregenz und
unser Vierer. Leider verlor unser Vierer nach
400m ein wenig den Anschluss und fuhr mit einer
Länge Rückstand Richtung Ziel. Etwa 300m vor dem
Ziel ging unsere Mannschaft noch einmal mit der
Schlagzahl rauf und auf einmal ging das Boot so
richtig ab. Sie versuchten mit ihrer letzten
Kraft zumindest den dritten Platz noch zu
gewinnen, schlussendlich war aber der Rückstand
den sie während des Rennens aufgerissen haben,
dann doch zu groß und es ging sich leider um ein
paar Zehntel nicht aus.
Hier kann man
festhalten, dass unser Boot die einzige
Mannschaft war, wo alle vier Aktiven bereits das
vierte Rennen an diesem Tag zu bewältigen
hatten. Auch wenn sie sich sehr über das nicht
erreichen einer Medaille im Doppelvierer ärgern,
können sie für sich festhalten, dass sie dieses
Monsterprogramm sehr gut bewältigt haben und
eine super Moral bewiesen haben. Sie haben
gezeigt, dass es immer noch geht und man sich
viel mehr zutrauen darf.
Männer Leichtgewichts-Doppelzweier:
Christoph Löffler, Clemens Löffler
In diesem
Rennen gab es einen klaren Favoriten und zwar
das Boot von Pirat Wien. Trotzdem stellten sich
Christoph und Clemens der Herausforderung mit
dem Ziel so lange wie Möglich dabei zu sein. Es
gelang ihnen die ersten 500m beinahe zeitgleich
mit dem favorisierten Boot zu bewältigen, aber
dann setzte sich das Boot von Pirat immer weiter
von unserem Boot ab. Aus meiner Sicht fuhren
Clemens und Christoph ein wirklich tolles und
sehr engagiertes Rennen. Vielen Dank für Euren
Einsatz.
Junioren A Doppelzweier: (Bericht von
Stephen Biwald)
Timon Gruber, Klemens Matousek
Die beiden
Burschen haben sich sehr gut auf dieses Rennen
eingestellt und haben die mit Thomas Drucker
abgesprochene Taktik hervorragend umgesetzt.
Überaus beherzt ging es vom Start weg und die
Beiden lieferten sich über die Strecke einen
aufopfernden Bord an Bord Kampf mit den Booten
von Staw, Möve und Lia. Mit einer druckvollen
Einlage beim 1000-er gelang es ihnen sich vom
Lia-Boot abzusetzen. Auf den letzten 700m
mussten unsere Burschen jedoch die Boote von
Staw und Möve etwas ziehen lassen und belegten
im Ziel den 6. Platz. Glückwunsch zu dieser sehr
starken Leistung!
Männer Vierer ohne
Gregor Langberg, Alexander Gotschim,
Christoph Löffler, Clemens Löffler
Hier waren die Aufgaben klar verteilt. Die
beiden Boote von Lia und Wiking Linz fuhren sich
vorne den Sieg aus und unserer Vierer fuhr nach
einem sehr starken Start sehr gleichmäßig und
technisch sehr gut über die Strecke. Vielen Dank
für Eure Bereitschaft an diesem Rennen
teilzunehmen.
Das
Resümee:
Unserer Mannschaften haben alle vom
kämpferischen Aspekt alles gegeben - leider
waren die Platzierungen oftmals nicht die, die
wir uns erwünscht haben. Aber es ist so wie es
ist und die Ergebnisse dürfen trotzdem Anlass
dazu geben, dass alle Aktiven höchst motiviert
in das Aufbautraining für die nächste Saison
gehen können.
Herzliche
Gratulation an unsere beiden silbernen
Mannschaften, Clemens und Christoph im Lgw.
Männer Doppelzweier sowie Nikola und Daniel im
Junioren B Doppelzweier.
Bericht von Walter