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Am 3. November 1910 versammelten
sich 13 Herren des Landstrasser Turnvereins und
beschlossen einen Ruderverein zu gründen. Der
ursprüngliche Namen „Deutscher Segelverein Wiking
Wien“ musste auf Ersuchen des Österreichischen
Ruderverbands und des Wiener Regattavereins geändert
werden, da es schon einige Vereine mit der
Bezeichnung Wiking gab. Man entschied sich für
Friesen. In Erinnerung an Karl Friedrich Friesen
(1784 – 1814), der ein Weggefährte Friedrich Ludwig
Jahns und Mitbegründer der deutschen Turnbewegung
war. Der germanische Volksstamm der Friesen, der in
der Antike den Römern das Fürchten lehrte, kann
somit als Namensgeber ausgeschlossen werden.
Gesichert sind diese Informationen leider nicht, da
das Vereinsarchiv im Laufe der 100 jährigen
Geschichte mehrmals ein Raub der Flammen wurde.
Sicher
ist hingegen, dass am 11. September 2010 bei
schönstem Spätsommerwetter auf dem Vereinsgelände an
der Alten Donau der 100. Geburtstag groß gefeiert
wurde. Zum Festakt und zur Taufe von 5 neuen
Rennbooten, 4 Einern und 1 Doppelzweier, konnte der
Präsident des RV Friesen, Mag. Walter Kabas, rund
270 geladene Gäste begrüßen.
Neben dem Stadtrat für Jugend,
Bildung, Information und Sport Christian Oxonitsch,
dem Bezirksvorsteher der Donaustadt Norbert Scheed
und den Gemeinderäten Mag. Sonja Ramskogler sowie
David Lazar folgten auch der Präsident des ASVÖ-Wien
Josef Kopal, der Präsident des ÖRV Helmar Hasenöhrl,
sein Vizepräsident Erwin Fuchs, der Präsident des
Wiener Ruderverbands Günter Woch sowie zahlreiche
Vertreter der Wiener Rudervereine der Einladung.
Die Veranstaltung stand unter dem
Motto „SportArt“. Walter Kabas verwies in seiner
Ansprache auf die enge Verbindung von Kunst und
Sport. Besonders hob er dabei die Installationen von
stehenden und schwebenden Ruderbooten der
international bekannten Künstlerin Ona B. hervor,
die am Vereinsgelände sehr eindrucksvoll zur Schau
gestellt wurden . Die Künstlerin selbst erläuterte
kurz ihre Arbeit und betonte, dass Qualität in der
Kunst wie im Sport nur durch Freude erreicht werden
kann.
Nach
erfolgter Taufe wurden die Boote zu Wasser gebracht,
wo sie unter einem dreifachen Hipp-Hipp-Hurra der
Anwesenden am Friesenfloß und einem auf der Alten
Donau überdimensional geformten 100-er
vorbeidefilierten. Danach wurden die Gäste zu
Spanferkel und einer Geburtstagstorte eingeladen.
Der laue Abend, die ausgezeichnete Stimmung und die
gut bestückte Bar trugen dazu bei, dass noch bis
spät in die Nacht hinein gefeiert wurde.
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