Nach einer sehr langen Rudersaison, wobei
festzuhalten ist, dass sie noch nicht zu Ende
ist, weil die wahren Einerhelden noch ihre
Bewährungsprobe haben (nächste Woche findet die
Rose vom Wörthersee statt), standen am Ende die
Österreichischen Staatsmeisterschaften in Linz/Ottensheim
am Programm.
Wir Friesen meldeten folgende Mannschaften:
Schüler Doppelvierer mit Steuermann
Schüler Doppelzweier
Junioren B1x
Juniorinnen 2-
Juniorinnen 2x
Juniorinnen 1x
Die Meldungen zeigten, dass wir als Verein im
Jugendbereich nach langer, langer Zeit wieder
auf breiterer Front aufgestellt sind. Nachdem
die Schüler und der Junioren B1x schon am
Freitag Vorläufe zu bestreiten hatten, mussten
wir schon zeitig in Ottensheim sein.
Nun zu den einzelnen Rennen samt Vorläufen:
Schüler Doppelvierer:
Mannschaft: Nikola Szucsich, Jakob Schmölzer,
Daniel Ofner, Fabian Traxler und Stm. Sebastian
Kabas - Trainer: Philip Mannsbart
8 Mannschaften waren gemeldet – das bedeutete am
Freitag Vorlauf. Für unsere 5 Aktiven plus ihrem
Trainer Philipp Mannsbarth stand im Mittelpunkt
mit einem engagierten Rennen ganz klar ins
Finale zu rudern. Dies bewältigten die Burschen
ganz souverän und belegten in ihrem Vorlauf
sogar den ersten Platz (dabei schlugen sie die
favorisierte Ottensheimer-Mannschaft).
Finale: Hier stand unsere Mannschaft in der
Mitte des Starterfeldes, sprich sie waren auf
einmal Anwärter auf eine Medaille. Von ihrem
Trainer super eingestellt ging unsere Mannschaft
sehr schnell ins Rennen und befand sich die
ganze Zeit in den Medaillenrängen.
Zuerst führten die Ottensheimer, aber dann kamen
die jungen Herren von unserem Nachbarverein Lia
Wien stark auf und gewannen ganz klar dieses
Rennen. Unsere Mannschaft stritt sich bis ins
Ziel mit den Ottenheimern um den 2. Platz und
schlussendlich belegten die Friesen ganz knapp
hinter diesen den sehr, sehr guten DRITTEN Platz
unter 8 gemeldeten Vereinen. Gratulation an den
Trainer und die Aktiven, eine wirklich
hervorragende Leistung!
Ergebnis:
1. Lia (3:29:43), 2. Ottensheim (3:35:83),
3.
Friesen
(3:38.68), 4. Villach (3:45:13), 5.
Möve Salzburg (3.47:19), 6. Wiking Linz
(3:47:59)
Schüler Doppelzweier:
Mannschaft: Nikola Szucsich, Daniel Ofner –
Trainer: Philipp Mannsbarth
Auch hier gab es 3 Vorläufe und damit mussten
unsere beiden Schüler unter die ersten zwei
kommen um das A-Finale zu erreichen. Nachdem der
Doppelvierer nur 1 ½ Stunden zuvor gefahren
wurde und die Burschen in diesem Rennen schon
sehr viel Kraft und Energie einsetzen mussten,
war es nicht ganz sicher, wie viel für den 2x
zur Verfügung stehen würde. Kurz geschrieben –
es war genügend Kraft vorhanden um souverän den
2. Platz zu belegen und sicher die Qualifikation
für das A-Finale zu schaffen.
Finale: Hier war unsere Mannschaft eher der
gefährliche Außenseiter und sie wurde dieser
Rolle auch wirklich gerecht. Leider verhauten
sie den Start, aber umso beeindruckender war
ihre Aufholjagd. Technisch sehr gut rudernd,
eilten sie vom letzten Platz nach der Startphase
zu den ersten drei Booten vor. Im Zielsprint
ging es dann sehr laut her. Unter den
Anfeuerungsrufen der Eltern, Aktiven sowie
Betreuer, hatten Nikola und Daniel soviel
Kraft, dass sie die am dritten Platz liegenden
Ruderer von STAW Wien noch überrudern konnten.
Somit belegten sie den doch eher unerwarteten
sehr guten dritten Platz.
Ergebnis:
1. Lia (3:23.60), 2. Ottensheim (3.24:79),
3.
Friesen
(3:30:45), 4. STAW (3.31:39), 5.
Villach (3:38;57), 6. Wiking Linz (3:53:85)
Juniorinnen 2-:
Mannschaft: Nikola Gruber, Liza Szucsich –
Trainer: Walter Kabas
Hier ging die Mannschaft mit dem eindeutigen
Ziel an den Start dieses Rennen gewinnen zu
wollen. Auch mit dem Wissen, dass leider beide
Ruderinnen in den letzten beiden Wochen
abwechselnd krank waren. Im Training ist der
Zweier teilweise sehr gut gelaufen und somit
waren die Hoffnungen berechtigt, hier um den
Meistertitel mitfahren zu können.
Finale: In der Summe waren drei Boote am Start –
allesamt erfahrene internationale Starterinnen.
Das bedeutete, es musste eine Topleistung
abgerufen werden, um dieses Rennen zu gewinnen.
Liza und Nikola gingen sehr rasch aus dem
Startbereich heraus, aber gleich nach der
Startphase musste akzeptiert werden, dass dies
nicht das Rennen der beiden jungen Damen war. So
wurde dieses Rennen leider nur mit dem dritten
Platz abgeschlossen, obwohl sie alles in ihrer
Macht stehende probierten.
Aber wie sich nachher herausstellte, war die
Erkrankung von Nikola doch so nachhaltig, dass
sie nach dem Rennen ärztlich versorgt und mit
der Rettung ins Spital eingeliefert werden
musste. Nikola konnte nach einer Behandlung mit
Infusionen glücklicherweise noch am selben Tag
das Linzer AKH wieder verlassen. Der Schrecken
war aber trotzdem zu spüren und die beiden
anderen Juniorinnen-Rennen (2x, 1x) wurden
abgemeldet.
Ergebnis:
Ottensheim, Ister Linz, Friesen
Junioren B 1x:
Mannschaft: Timon Gruber – Trainer: Stephen
Biwald
Hier gab es ein tolles Meldeergebnis - in 6
Vorläufen (4/4/3/3/3) wurden aus den 20
Teilnehmern die 4 Finalläufe ermittelt. Das
bedeutete, dass nur die Sieger des jeweiligen
Vorlaufs ins A-Finale kamen.
Im 5. Vorlauf trafen mit Daniel Wertjanz
(Teilnehmer am heurigen Coup de la Jeunesse) von
Völkermarkt und Timon zwei sehr starke Ruderer
aufeinander. Timon hat sich trotz dieser
schweren Auslosung nicht aus der Ruhe bringen
lassen und ging äußerst zielorientiert an diese
schwere Aufgabe heran. Er vollbrachte in diesem
Rennen ein wirkliche Topleistung, gewann den
Vorlauf und stellte mit 5:35:14 eine neue
persönliche Bestzeit auf.
Finale: Hier gab es einen ganz klaren Favoriten,
Paul Sieber von STAW Wien – WM Teilnehmer im
Junioren 2x (12. Platz), aber dann war das Feld
offen. Timon war sehr konzentriert, aber auf der
anderen Seite so gelöst, wie schon lange nicht
mehr vor einem Rennen. Es war wirklich sehr
schön zu beobachten, wie er mit jedem im Herbst
absolvierten Rennen sicherer und sicherer wurde.
Von Biwi optimal eingestellt, wollte er eine
Topleistung abrufen.
Leider ging der Start nicht so gut wie in den
Rennen zuvor und so musste er gleich einmal eine
Aufholjagd starten. Damit war leider auch der
direkte Kontakt zu Paul Sieber von der STAW
nicht mehr gegeben. Aber Timon bewältigte diese
kritische Phase sehr gut und fuhr für seine
Verhältnisse mit einer sehr hohen Schlagzahl
(teilweise SF 32) vom sechsten auf den 2. Platz
vor. Der Abstand zum Sieger war mit 3,11
Sekunden sehr gering und damit kann geschrieben
werden, dass Timon sein Leistungspotential zu
100% abrufen konnte. Gratulation an Timon und
seinen Trainer. Wir freuen uns auf die kommenden
Jahre.
Ergebnis:
1. STAW (5:36:98),
2.
Friesen
(5:40:09), 3. Wiking Linz (5:42:92),
4. Bregenz (5:51:54), 5. Lia (5:57:76), 6.
Nautilus (6:01:62)
Resümee:
Für Nikola und Liza war dies die letzte Regatta
als Juniorinnen – leider ging sie nicht so zu
Ende, wie wir uns alle es erhofften. Wie die
beiden jungen Damen jetzt weiter machen werden,
ist noch in Planung. Sicher ist, dass wir als
Verein von ihnen profitiert haben genauso wie
sie hoffentlich von der Sportart Rudern und von
uns als Ruderverein Friesen.
Die Schüler haben zu 100% ihre Leistung abrufen
können – ein toller Erfolg, vor allem wenn man
bedenkt, dass aus dem Doppelvierer 3 Aktive auch
noch nächstes Jahr im Schülerbereich fahren
dürfen (der Doppelzweier vollständig). Die
Stimmung unter den Aktiven ist sehr gut und da
macht es gleich noch mehr Spaß, mit ihnen
zusammen zu arbeiten.
Für Timon war der Herbst sicher sehr intensiv –
viele Eindrücke, sehr anstrengende Rennen, aber
in Summe hat er die Aufgaben, die gestellt
wurden, sehr gut gelöst. Die mit seinem Betreuer
vereinbarten Ziele (entweder großes Finale oder
nicht mehr als 5% Rückstand auf den Meister)
wurden mit dem 2. Platz und einem Rückstand von
weniger als 1% auf den Meister erfüllt. Es liegt
an ihm, hier noch mehr daraus zu machen – ich
bin mir sicher, dass wir als Ruderverein Friesen
eine gute Basis legen können, damit er sich
weiter so gut entwickeln kann.