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Österreichische Staatsmeisterschaften:  2.-4.Oktober 2009

Bericht über die Österreichischen Staatsmeisterschaften von Walter Kabas

Nach einer sehr langen Rudersaison, wobei festzuhalten ist, dass sie noch nicht zu Ende ist, weil die wahren Einerhelden noch ihre Bewährungsprobe haben (nächste Woche findet die Rose vom Wörthersee statt), standen am Ende die Österreichischen Staatsmeisterschaften in Linz/Ottensheim am Programm.

Wir Friesen meldeten folgende Mannschaften:

Schüler Doppelvierer mit Steuermann

Schüler Doppelzweier

Junioren B1x

Juniorinnen 2-

Juniorinnen 2x

Juniorinnen 1x

 

Die Meldungen zeigten, dass wir als Verein im Jugendbereich nach langer, langer Zeit wieder auf breiterer Front aufgestellt sind. Nachdem die Schüler und der Junioren B1x schon am Freitag Vorläufe zu bestreiten hatten, mussten wir schon zeitig in Ottensheim sein.

Nun zu den einzelnen Rennen samt Vorläufen:

Schüler Doppelvierer:

Mannschaft: Nikola Szucsich, Jakob Schmölzer, Daniel Ofner, Fabian Traxler und Stm. Sebastian Kabas -  Trainer: Philip Mannsbart

8 Mannschaften waren gemeldet – das bedeutete am Freitag Vorlauf. Für unsere 5 Aktiven plus ihrem Trainer Philipp Mannsbarth stand im Mittelpunkt mit einem engagierten Rennen ganz klar ins Finale zu rudern. Dies bewältigten die Burschen ganz souverän und belegten in ihrem Vorlauf sogar den ersten Platz (dabei schlugen sie die favorisierte Ottensheimer-Mannschaft).

Finale: Hier stand unsere Mannschaft in der Mitte des Starterfeldes, sprich sie waren auf einmal Anwärter auf eine Medaille. Von ihrem Trainer super eingestellt ging unsere Mannschaft sehr schnell ins Rennen und befand sich die ganze Zeit in den Medaillenrängen.

Zuerst führten die Ottensheimer, aber dann kamen die jungen Herren von unserem Nachbarverein Lia Wien stark auf und gewannen ganz klar dieses Rennen. Unsere Mannschaft stritt sich bis ins Ziel mit den Ottenheimern um den 2. Platz und schlussendlich belegten die Friesen ganz knapp hinter diesen den sehr, sehr guten DRITTEN Platz unter 8 gemeldeten Vereinen. Gratulation an den Trainer und die Aktiven, eine wirklich hervorragende Leistung!

Ergebnis: 1. Lia (3:29:43), 2. Ottensheim (3:35:83), 3. Friesen (3:38.68), 4. Villach (3:45:13), 5. Möve Salzburg (3.47:19), 6. Wiking Linz (3:47:59)

 

Schüler Doppelzweier:

Mannschaft: Nikola Szucsich, Daniel Ofner – Trainer: Philipp Mannsbarth

Auch hier gab es 3 Vorläufe und damit mussten unsere beiden Schüler unter die ersten zwei kommen um das A-Finale zu erreichen. Nachdem der Doppelvierer nur 1 ½ Stunden zuvor gefahren wurde und die Burschen in diesem Rennen schon sehr viel Kraft und Energie einsetzen mussten, war es nicht ganz sicher, wie viel für den 2x zur Verfügung stehen würde. Kurz geschrieben – es war genügend Kraft vorhanden um souverän den 2. Platz zu belegen und sicher die Qualifikation für das A-Finale zu schaffen.

Finale: Hier war unsere Mannschaft eher der gefährliche Außenseiter und sie wurde dieser Rolle auch wirklich gerecht. Leider verhauten sie den Start, aber umso beeindruckender war ihre Aufholjagd. Technisch sehr gut rudernd, eilten sie vom letzten Platz nach der Startphase zu den ersten drei Booten vor. Im Zielsprint ging es dann sehr laut her. Unter den Anfeuerungsrufen der Eltern, Aktiven sowie Betreuer,  hatten Nikola und Daniel soviel Kraft, dass sie die am dritten Platz liegenden Ruderer von STAW Wien noch überrudern konnten. Somit belegten sie den doch eher unerwarteten sehr guten dritten Platz.

Ergebnis: 1. Lia (3:23.60), 2. Ottensheim (3.24:79), 3. Friesen (3:30:45), 4. STAW (3.31:39), 5. Villach (3:38;57), 6. Wiking Linz (3:53:85)

 

Juniorinnen 2-:

Mannschaft: Nikola Gruber, Liza Szucsich – Trainer: Walter Kabas

Hier ging die Mannschaft mit dem eindeutigen Ziel an den Start dieses Rennen gewinnen zu wollen. Auch mit dem Wissen, dass leider beide Ruderinnen in den letzten beiden Wochen abwechselnd krank waren. Im Training ist der Zweier teilweise sehr gut gelaufen und somit waren die Hoffnungen berechtigt, hier um den Meistertitel mitfahren zu können.

Finale: In der Summe waren drei Boote am Start – allesamt erfahrene internationale Starterinnen. Das bedeutete, es musste eine Topleistung abgerufen werden, um dieses Rennen zu gewinnen. Liza und Nikola gingen sehr rasch aus dem Startbereich heraus, aber gleich nach der Startphase musste akzeptiert werden, dass dies nicht das Rennen der beiden jungen Damen war. So wurde dieses Rennen leider nur mit dem dritten Platz abgeschlossen, obwohl sie alles in ihrer Macht stehende probierten.

Aber wie sich nachher herausstellte, war die Erkrankung von Nikola doch so nachhaltig, dass sie nach dem Rennen ärztlich versorgt und mit der Rettung ins Spital eingeliefert werden musste. Nikola konnte nach einer Behandlung mit Infusionen glücklicherweise noch am selben Tag das Linzer AKH wieder verlassen. Der Schrecken war aber trotzdem zu spüren und die beiden anderen Juniorinnen-Rennen (2x, 1x) wurden abgemeldet.

Ergebnis: Ottensheim, Ister Linz, Friesen

 

Junioren B 1x:

Mannschaft: Timon Gruber – Trainer: Stephen Biwald

Hier gab es ein tolles Meldeergebnis - in 6 Vorläufen (4/4/3/3/3) wurden aus den 20 Teilnehmern die 4 Finalläufe ermittelt. Das bedeutete, dass nur die Sieger des jeweiligen Vorlaufs ins A-Finale kamen.

Im 5. Vorlauf trafen mit Daniel Wertjanz (Teilnehmer am heurigen Coup de la Jeunesse) von Völkermarkt und Timon zwei sehr starke Ruderer aufeinander. Timon hat sich trotz dieser schweren Auslosung nicht aus der Ruhe bringen lassen und ging äußerst zielorientiert an diese schwere Aufgabe heran. Er vollbrachte in diesem Rennen ein wirkliche Topleistung, gewann den Vorlauf und stellte mit 5:35:14 eine neue persönliche Bestzeit auf.

Finale: Hier gab es einen ganz klaren Favoriten, Paul Sieber von STAW Wien – WM Teilnehmer im Junioren 2x (12. Platz), aber dann war das Feld offen. Timon war sehr konzentriert, aber auf der anderen Seite so gelöst, wie schon lange nicht mehr vor einem Rennen. Es war wirklich sehr schön zu beobachten, wie er mit jedem im Herbst absolvierten Rennen sicherer und sicherer wurde. Von Biwi optimal eingestellt, wollte er eine Topleistung abrufen.

Leider ging der Start nicht so gut wie in den Rennen zuvor und so musste er gleich einmal eine Aufholjagd starten. Damit war leider auch der direkte Kontakt zu Paul Sieber von der STAW nicht mehr gegeben. Aber Timon bewältigte diese kritische Phase sehr gut und fuhr für seine Verhältnisse mit einer sehr hohen Schlagzahl (teilweise SF 32) vom sechsten auf den 2. Platz vor. Der Abstand zum Sieger war mit 3,11 Sekunden sehr gering und damit kann geschrieben werden, dass Timon sein Leistungspotential zu 100% abrufen konnte. Gratulation an Timon und seinen Trainer. Wir freuen uns auf die kommenden Jahre.

Ergebnis: 1. STAW (5:36:98), 2. Friesen (5:40:09), 3. Wiking Linz (5:42:92), 4. Bregenz (5:51:54), 5. Lia (5:57:76), 6. Nautilus (6:01:62)

 

Resümee:

Für Nikola und Liza war dies die letzte Regatta als Juniorinnen – leider ging sie nicht so zu Ende, wie wir uns alle es erhofften. Wie die beiden jungen Damen jetzt weiter machen werden, ist noch in Planung. Sicher ist, dass wir als Verein von ihnen profitiert haben genauso wie sie hoffentlich von der Sportart Rudern und von uns als Ruderverein Friesen.

Die Schüler haben zu 100% ihre Leistung abrufen können – ein toller Erfolg, vor allem wenn man bedenkt, dass aus dem Doppelvierer 3 Aktive auch noch nächstes Jahr im Schülerbereich fahren dürfen (der Doppelzweier vollständig). Die Stimmung unter den Aktiven ist sehr gut und da macht es gleich noch mehr Spaß, mit ihnen zusammen zu arbeiten.

Für Timon war der Herbst sicher sehr intensiv – viele Eindrücke, sehr anstrengende Rennen, aber in Summe hat er die Aufgaben, die gestellt wurden, sehr gut gelöst. Die mit seinem Betreuer vereinbarten Ziele (entweder großes Finale oder nicht mehr als 5% Rückstand auf den Meister) wurden mit dem 2. Platz und einem Rückstand von weniger als 1% auf den Meister erfüllt. Es liegt an ihm, hier noch mehr daraus zu machen – ich bin mir sicher, dass wir als Ruderverein Friesen eine gute Basis legen können, damit er sich weiter so gut entwickeln kann.


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