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Cup de la Jeunesse  31.Juli-2.August 2009

VICHY/Fra 2009

Nach absolvierten etwa 2.600km im Auto möchte ich aus meiner Sicht einen kurzen Bericht zum Saisonhöhepunkt unserer beiden Aktiven Nikola Gruber und Liza Szucsich geben.

Beide haben sich mit Ihren Ruderkolleginnen Theresa Stöbich (WSV Ottensheim) und Katharina Leichter (Ister Linz) sehr intensiv auf den Wettkampf vorbereitet. Alle 4 Ruderinnen waren über die ganze Vorbereitung gesund und konnten aus meiner Sicht wirklich sehr gut trainieren. Mit der Vorstellung und dem festen Willen dort um eine Medaille mitfahren zu können sind wir sehr froh nach Vichy (Frankreich) gefahren.

Vichy ist eine geschichtsträchtige Stadt, die auch dem Sport sehr viel Raum und Platz bietet. Die Regattastrecke liegt direkt in der Stadt auf einem kleinen Stausee. Der Fluss Allier wird dort gestaut und stellt sicher ein sehr gutes Ruderrevier dar. Die Unterbringung war aus meiner Sicht gut und das Essen ebenso. Ein wenig langweilig war das Leben abseits der Ruderstrecke, weil einfach nichts los war. Aber wir sind ja nicht zum Feiern gekommen sondern um schnell zu rudern.

Der Coup de la Jeunesse wird von 12 Nationen getragen und fand heuer zum 25. Mal statt. Diese Veranstaltung wurde für jene Mannschaften geschaffen, die entweder die Qualifikation für die Weltmeisterschaften nicht geschafft haben oder für das nächste Jahr aufgebaut werden. Auf jeden Fall, so das vorweggenommene Resümee, eine Veranstaltung, wo doch auch sehr gutes Niveau gezeigt wurde. Die Österreichische Mannschaft war in 5 Bootsgattungen vertreten.

Im Juniorinnen 4- (Vierer ohne) gab es 7 Meldungen (zum Beispiel gibt es bei der Weltmeisterschaft auch 7 Meldungen), wobei die großen Nationen wie England, Niederlande und Italien vertreten waren. Bei 7 Meldungen gibt es den Modus, dass 2 Vorläufe ausgefahren werden und die Mannschaft mit der langsamsten Zeit ausscheidet. Der Coup de la Jeunuesse wird im Regattamodus abgehalten, sprich Vorlauf und Finale an einem Tag.

Samstag: Hier waren die Gegnerinnen im Vorlauf England, Niederlande und Irland. Unter dem vorher genannten Aspekt ging es in erster Linie darum eine Mannschaft zu schlagen und wenn dies nicht gelingt so schnell wie möglich ins Ziel zu kommen (das sollte so und so immer Gültigkeit haben).

Vom Start weg ging es leider nicht so gut - die 4 jungen Damen mussten von Beginn des Rennens hinterher jagen und versuchen an den anderen Mannschaften dran zu bleiben. Es ergab sich recht bald, dass die Mannschaften aus England und Holland doch eindeutig stärker waren und die Irinnen sich absolut mit allen Mitteln versuchten zu wehren. Bei 1000m lagen sie noch eine Bootslänge hinter den Irinnen, dann kam das Boot immer besser in Fahrt, ab 300m vor dem Ziel kam der Zielsprint so richtig auf Touren und die Irinnen wurden noch ganz hauchdünn auf den vierten Platz verwiesen. Damit war das erste Ziel geschafft, nämlich das Erreichen des Finales.

Finale: Dieses lässt sich leider ganz einfach beschreiben - alles versucht aber leider ist nichts gelungen. Vom Start weg gleich am letzten Platz, versuchten sie zwar das Beste daraus zu machen, aber schlussendlich muss nüchtern festgestellt werden, dass wir an diesem Tag  einfach zu schwach waren. Damit galt das Motto „Neuer Tag - Neues Glück“. Das Ergebnis: Großbritannien-Spanien-Niederlande-Irland-Italien-Österreich.

Sonntag: Die Auslosung für den zweiten Tag war nicht gerade ideal für uns - wir bekamen mit den Spanierinnen und den Niederländerinnen die Nummer 2 und 3 vom Vortag zugelost. Der Tag war auch gekennzeichnet davon, dass das Wetter recht unterschiedlich war. Gerade bei unserem Rennen ging ein sehr starkes Gewitter nieder. Der Wind begann auf Gegenwind zu drehen und damit waren die Chancen die Qualifikation zu schaffen leider sehr gering. Der andere Lauf, bei dem sich drei Boote gegenseitig antrieben, hatte eindeutig bessere Windverhältnisse.

Der Vierer ging wie besprochen das Rennen sehr engagiert an und versuchte von Beginn an mit den beiden Booten mitzufahren - was auch zu Beginn sehr gut gelang. Die Holländerinnen setzten sich nach etwa 700m ab und die Spanierinnen blieben immer in Reichweite unseres Bootes. Im Grunde genommen war das Rennen ein einziger Sprint - sie versuchten über den Kampf die Qualifikation zu schaffen - schlussendlich kamen sie nicht einmal mit einer Länge Rückstand auf die Spanierinnen als Dritte ins Ziel (die dann fast das Finale gewonnen hätten). Jetzt begann das Warten. Das Ergebnis war dann doch ernüchternd traurig. Wir waren nur das siebent schnellste Boot und damit ausgeschieden. Es fehlten läppische 7 Zehntelsekunden auf den Einzug ins Finale.
Für die aus meiner Sicht nachteiligen Verhältnisse ein wirklich herzeigbares Ergebnis, das uns zwar nicht glücklich gemacht hat, aber...
Aber am Schluss steht trotzdem sich nicht für das Finale qualifiziert zu haben.

Das Resümee:
Die jungen Damen haben viel Zeit, Kraft und Energie aufgewendet um ein klar beschriebenes Ziel zu erreichen. Es war ein Traum der leider nicht realisiert werden konnte  - auch das ist ein Teil unseres Lebens. Für die Erreichung des Traumes haben sie sehr viel eingesetzt und dafür gehört ihnen auch unsere volle Anerkennung und Wertschätzung.

Ich hoffe trotzdem, dass sie mehr positives als negatives mitnehmen. Technisch gesehen waren wir auf jeden Fall sehr gut unterwegs, woran es schlussendlich gefehlt hat, ist jetzt so kurz danach noch nicht genau zu sagen. Fest steht, dass wir einfach zu langsam waren.

Walter Kabas


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