Rennberichte (Stephen Biwald):
Masters Männer Doppelzweier:
Manfred Schmidt, Stephen Biwald
Aufgrund diverser Ereignisse, die
nicht von uns beeinflusst werden konnten z.B.
schneearmer Winter, kein Eis auf der alten Donau,
diverse Wehwehchen und ein nervenaufreibender Kochevent,
war die Vorbereitung im Winter und Frühjahr auf die neue
Rennsaison nicht so intensiv wie sie hätte sein sollen.
Mit etwas Bauchweh und dem unguten Gefühl was denn bei
diesem Rennen herausschauen wird, gingen wir an den
Start.
Trotz der fehlenden
Trainingskilometer gelang es uns einen ordentlichen
Start hinzulegen und die beiden Boote von Donau und
Argonauten zu distanzieren. Das Boot lief von anfang an
sehr gut, aber in der Streckenmitte kämpfte sich der
Donau-Doppelzweier an uns heran und es entwickelte sich
ein harter Bord an Bordkampf. In einem von Manfred
ausgezeichnet angezogenen Endspurt gelang es uns einen
knappen Vorsprung ins Ziel zu retten.
Dies sah der Veranstalter aber
offensichtlich anders und werteten uns zeitgleich mit
dem Boot von Donau. Mein Missfallen über diese
Entscheidung habe ich auch Andrea Anselm kundgetan. Sie
sagte es war so knapp, dass nicht eindeutig feststellbar
war, wer als erster ins Ziel gefahren war. Da ich Andrea
und vor allem Günther Woch, ihren Vater, sehr schätze,
habe ich diese Entscheidung so hingenommen. Was ich dann
nicht hinnehmen konnte, war eine äußerst unqualifizierte
Bemerkung eines jungen Mannes, der mit süffisantem
Lächeln meinte: "Wir hätten Euch auch gleich an den
zweiten Platz setzen können." Mein Adrenalinspiegel hob
sich schlagartig und es folgte eine scharfe
Zurechtweisung meinerseits, die von meinem Gegenüber mit
einer Entschuldigung für sein unbedachtes Statement
beantwortet wurde.
Letztendlich gab mir das noch
folgende Achterrennen die Möglichkeit wieder
ausgeglichener zu werden.
Ergebnis:
Friesen Wien/Masters B
1:29:00
Donau Wien/Masters A
1:29:00
Argonauten/Masters A
1:43:93
Männer Achter:
Stephen Biwald, Martin Haberl,
Thomas Leopold, Holger Kabas, Manfred Schmidt, Gregor
Langberg, Matthias Schreiner
(LIA), Clemens Löffler,
Stm.: Ferry Kornfeind
Was wird das erste Achterrennen
der Saison bringen? Bis zu diesem Zeitpunkt wurde nur
sporadisch dieses Boot trainiert, da sich die
Organisation des Trainings von Jahr zu Jahr immer
schwieriger gestaltet. Auch für das Rennen selbst war es
nicht leicht eine vollständige Crew zu finden. Zum Glück
stellte sich Matthias Schreiner von Lia Wien für dieses
Rennen zur Verfügung. An dieser Stelle möchte ich es
nicht verabsäumen ihm für sein unkompliziertes
Einspringen sei es jetzt fürs Rennen oder die
Trainingsausfahrten zu danken.
Wie uns selbst, konnten wir auch
den Gegner nur schwer einschätzen. Die Donau immer ein
sehr harter Gegner musste diesmal ersatzgeschwächt an
den Start gehen. Weiters ein Junioren-Achter der Staw,
der mit sehr engagierten und gut trainierten
Jugendlichen besetzt war und eine Mannschaft von Wiking
Linz, die die große Unbekannte darstellte.
Beim Start konnten wir unsere
technischen Fähigkeiten noch nicht voll ausschöpfen, da
das Boot sich während der ersten Schläge eher ruckartig
in Bewegung setzte. Hier machten sich die noch fehlenden
gemeinsamen Ruderkilometer bemerkbar. Trotzdem setzten
wir uns von Beginn an an die Spitze. Mit technisch
sauberer Arbeit, kraftvollen Schlägen und einer äußerst
ambitionierten Schlagzahl konnten wir uns von Donau und
Staw absetzen.
Und das war auch gut so, denn
kurz nach den Startschlägen kam es zu einem von uns
verursachten Bahnenwechsels mit der STAW. Aufgrund des
Vorsprungs kam es zu keiner Kollision mit dem
Juniorenachter. Ferry musste zwar stark ins Steuer
greifen, aber die Mannschaft ließ sich dadurch nicht aus
der Ruhe bringen. Der Grund für das plötzliche Abbiegen
lag wohl nicht nur an der sehr guten körperlichen
Konstitution der Steuerbordseite sondern auch an der
extrem harten Innenhebeleinstellung von Martins Riemen,
die wohl jedem Männer-Nationalachter alle Ehre gemacht
hätte. Es ist einfach unglaublich welches Potential in
dieser Mannschaft trotz ihres fortgeschrittenen Alter
noch schlummert!
Bei Streckenhälfte gelang es uns
in einem harten und für die Zuschauer packenden
Zweikampf mit der Mannschaft von Wiking Linz einen
Vorsprung von einer halben bis dreiviertel Länge
herauszurudern. Die Wikinger steckten jedoch nicht auf
und erwiesen sich als äußerst zäher Gegner. Bis ins Ziel
mussten wir die Schlagzahl hoch halten und durften uns
keinen Fehler erlauben. Unsere Anstrengungen wurden aber
letztlich mit dem Sieg belohnt.
Wir, allen voran Ferry, waren von
diesem Rennen begeistert…und es ist nicht leicht unseren
Techniktrainer zufrieden zu stellen! Persönlich hoffe
ich, dass wir es schaffen über den Sommer regelmäßig zu
trainieren. Auf jeden Fall freue ich mich schon sehr auf
das nächste Rennen im Rahmen der Donaubund Regatta.
Ergebnis:
1. Friesen Wien 1:17:78
2. Wiking Linz
1:19:98
3. Donau Wien 1:26:01
4. Staw Wien
1:27:35
Über dieses Rennen gibt’s auch
einen Videofilm: