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VARESE 2007
Ein Bericht eines interessierten Zusehers
Unsere Friesenmädels -
Nikola Gruber, Liza Szucsich -
haben
auch beim Coupe de la Jeunesse 2007 eine Talentprobe
ablegen können. Hervorzuheben ist, dass viele Nationen
nur wenige Aktive zu den fast gleichzeitig
stattfindenden Juniorenweltmeisterschaften nach Peking
entsandt haben, da den Verbänden die Kosten des
Bootstransportes zu hoch waren. So war in Varese von
Ungarn bis auf einen Einer und einen Zweier, die in
China waren, die gesamte Mannschaft vertreten. Auch bei
den anderen Nationen verhielt es sich nicht anders. Es
kann daher mit Fug und Recht behauptet werden, dass die
geheime Europameisterschaft in Form des Coupe de la
Jeunesse so stark besetzt war, wie noch selten zuvor.
Wie schon berichtet und kund getan, sind
Liza und Niki im Doppelvierer und im Achter angetreten.
Der Juniorinnen-Achter wurde am Freitag noch vor der
offiziellen Eröffnung gefahren und konnte bei
hochsommerlichen Temperaturen von rund 30° sehr gut
mithalten. Berücksichtigt muss auch werden, dass nur
eine A-Juniorin dabei war, der Rest waren alles noch
B-Juniorinnen. Als jüngstes Boot konnten sich die
Österreicherinnen lange im Bereich der Medaillenränge
halten, schließlich fehlte es aber an einem
ausreichenden Endspurt und belegte das Boot den
achtbaren fünften Platz
Am Samstag und am Sonntag wurden im
Doppelvierer jeweils zwei Vorläufe gefahren und dann ein
A und ein B Finale. Am Freitag lieferten sich unser
Doppelvierer mit Niki Gruber und Liza Szucsich
von den Friesen, Julia Zillner von Möwe Salzburg
und Nora Zwillink von Lia Wien, einen spannenden
Kampf um den Einzug in das A-Finale. Es war die erste
richtige Regatta in dieser Zusammensetzung und lediglich
Julia Zillner aus Salzburg war die einzige A-Juniorin;
die drei anderen sind B-Juniorinnen. Bis 1500 Meter
waren die ersten drei Plätze in Reichweite. In einem
insgesamt knappen Rennen konnten die Schweizerinnen den
dritten Platz mit einem Vorsprung von rund 2 Sekunden
erobern. Der B-Finallauf wurde leider kurzfristig
abgesagt, da das ungarische Boot wegen einer Verletzung
einer Ruderin nicht antrat. Somit belegte das Boot mit
den Friesen-Mädels den 7. Platz.
Am Sonntag wurde neuerlich für die
Vorläufe gelost. Aus den Zeiten des Samstages war klar,
dass unser Doppelvierer gegen die Ungarinnen gute
Möglichkeiten hatte und auch die Schweizerinnen, zu
denen ja nur zwei Sekunden am Samstag gefehlt haben,in
einem zweiten Aufeinandertreffen in Reichweite sind.
Auch die Italienerinnen waren innerhalb der
Möglichkeiten, aber der Heimvorteil ist ja nicht zu
unterschätzen. Das Losglück war aber nicht auf der Seite
der Österreicherinnen. So wurden sie in den Vorlauf mit
Irland, Großbritannien und Italien gelost. Die
schlagbaren Ungarn waren wieder im anderen Lauf ebenso
wie die Schweizerinnen.
Das Feld blieb eng zusammen. Nach 500
Metern waren unsere Mädchen auf dem dritten Platz, nur
knapp hinter den Irinnen und Britinnen. Die
Italienerinnen konnten auf Distanz gehalten werden. Auf
den zweiten 500 Metern aber fielen die Österreicherinnen
leicht zurück und waren die Italienerinnen mit minimalem
Vorsprung auf dem dritten Platz. Kopf an Kopf ging es
zur Ziellinie. Leider fehlten den Österreicherinnen wie
am Samstag gerade rund zwei Sekunden auf den dritten
Platz und somit für die Qualifikation für das A-Finale.
Zwischen dem Sieger und unserem Boot lagen gerade einmal
rund acht Sekunden.
Im B-Finale konnten sich die
Österreicherinnen klar gegen die Ungarinnen behaupten
und belegten somit den 7. Rang
Zusammenfassend lässt sich festhalten,
dass unsere jungen Mädchen eine ansprechende Leistung
abgelegt haben und somit der kurzfristig vom
Ruderverband getroffene Entschluss auf Entsendung auch
eines Juniorinnen Doppelvierers zum Coupe de la Jeunesse
gerechtfertigt war. Liza und Niki sind als B-Juniorinnen
auf dem richtigen Weg. Jetzt folgt das Trainingslager in
Völkermarkt und schlussendlich das große Saisonziel, die
Österreichischen Meisterschaften in Ottensheim.
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