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Rennbericht über die Vienna Rowing
Challenge am 7./8. Mai 2005 auf der Alten Donau:
Samstag, 7. Mai 2005:
An diesem Tag wurde die Langstrecke
über 4,8 km ausgefahren. Start und Ziel befanden sich
auf Höhe des WRV Argonauten, die Wende auf Höhe des WRC
Pirat. Die startenden Boote wurden in 20
Sekunden-Intervallen auf die Strecke geschickt. Bei
Sonnenschein, angenehmen Temperaturen und einer im Laufe
des Nachmittags immer schwächer werdenden Brise, die
genau von der Kagranerbrücke in Richtung Stürzl wehte,
kämpften sich Einer, Doppelzweier und Doppelvierer über
die Distanz.
Mit dabei in diesem illustren
Starterfeld von insgesamt 36 Einern, 19 Doppelzweiern
und 15 Doppelvierern auch eine beachtliche
Friesenflotte. Von 19 teilnehmenden Vereinen stellten
wir die sechstgrößte Mannschaft. Nach Jahren in denen
nur sporadisch und mit kleinen Mannschaften an Regatten
(mit Ausnahme der Österreichischen
Vereinsmannschaftsmeisterschaften) an den Start gegangen
wurde, stellte diese Regatta das wohltuende Gegenteil
dar.
Am Samstag dominierten unsere
Mannschaft jene Mitglieder, die noch Regatten unerfahren
sind. Für sie (Andrea Watzinger, Gerlinde Stelzl,
Valentin Platzgummer und Martin Stürzlinger) stand
dieser Tag im Zeichen des Vertrautmachens mit einem
Rennbetrieb.
Nun zu den einzelnen Rennen:
Männer-Einer: Valentin Platzgummer
Valentin hat uns im Männer-Einer
vertreten und damit ermöglicht, dass wir einer von 4
Vereinen (LIA, Donau Wien, Argonauten) waren, der eine
komplette Mannschaft (Einer, Doppelzweier, Doppelvierer)
stellen konnte. Ohne zu Zögern hatte er sich bereit
erklärt an den Start zu gehen, obwohl er niemals zuvor
ein Rennen bestritten hat.
Er begann sein Rennen mit ruhiger
Schlagzahl, aber mit sehr langen kraftvollen und
technisch sauberen Schlägen. Von Unsicherheit oder
Hektik keine Spur – im Gegenteil, mit jedem Schlag
stieg das Selbstvertrauen und die Schlagzahl. Selbst
kleine Irritationen, wie das lautstarke Touchieren der
1000m Eckboje mit dem Ruderblatt (kein Schaden am
Material) konnten Valentin aus dem Konzept bringen.
Stattdessen forcierte er nach diesem Zwischenfall die
Schlagzahl und den Druck. Zu diesem Zeitpunkt hatte er
das nach ihm gestartete und stark aufholende Lia-Boot
bereits wieder auf Abstand gehalten. Ab dann
mobilisierte Valentin die letzten Reserven und konnte
auf den verbliebenen 800m den 20 Sekunden Abstand zu
diesem Boot wiederherstellen. Nach dieser
bemerkenswerten Leistung legte ein sichtlich erschöpfter
Südtiroler, der dem Kampfgeist von Andreas Hofer alle
Ehre gemacht hatte, wieder am Friesen-Floß an.
Ergebnis:
Sieger: Uwe Daxböck Lia 14:33,6
15. Platz: Valentin Platzgummer,
16:59,0
Verfasser: Stephen Biwald
Doppelzweier:
Männer: Clemens und Christoph Löffler
Im 2er konnten wir sogar mit zwei
routinierteren Booten aufwarten. Einerseits die
Damenmannschaft mit Isabel Hackl und Heike Aigner,
andererseits das Brüderpaar Christoph und Clemens
Löffler.
Leider konnte keines dieser Boote für
den ersten Sieg 2005 für den Ruderverein Friesen sorgen.
Der Männerzweier musste sich doch deutlich dem
Ruderverein Dresden geschlagen geben, was insofern ein
wenig weh tut, da bei einem Sieg zwei Paar Langlaufski
zu gewinnen gewesen wären.
Verfasser: Clemens Löffler
Frauen: Heike Aigner, Isabel Hackl
Unser erstes Rennen
dieses Jahr, und das fing mit ein paar Aufregungen an:
kaum am Wasser trainiert, Wind, Regen und eine Isabel
die mich wieder auf die Geduldsprobe stellte, in dem sie
erst 20 Min vor den Start im Verein auftauchte (aber
gegen Autostau ist leider noch kein Kraut gewachsen) und
so unser Aufwärmtraining zu verhindern wusste. Nachdem
wir beide aber im Boot gemütlich zum Start ruderten
legte sich die Nervosität. Da in 20 Sekunden Abständen
gestartet wurde, war es ja keine direkte Konfrontation
mit den Gegnern und wir konnten locker bis zur Wende
rudern. Angespornt durch die Tatsache das unsere
unmittelbaren Gegner (die 20 Sekunden nach uns gestartet
waren) bereits nach wenigen hundert Metern überholt
wurden, legten wir uns bei Gegenwind mächtig ins Zeug.
Unsere Wende war taktisch gut angelegt und so gewannen
wir den Eindruck, dass der nächste Doppelzweier der auf
uns zukam, gut unter Kontrolle sei. Trotz
Schlagzahlsteigerung und Mitwind auf der zweiten
Streckenhälfte wurden wir aber schließlich durch das
Endresultat eines Besseren belehrt, und mussten uns dem
MW2X des RV Donau um ein paar Sekunden geschlagen geben.
Mit unserer Leistung sind wir aber zufrieden, denn wir
wissen ja mit ein bisschen mehr Rudertraining ist diese
noch gut ausbaufähig.
Insgesamt war die Regatta für uns ein
guter Start in die neue Rudersaison und wieder ein
nettes Erlebnis das ins Tagebuch bzw. zumindest ins
Logbuch geschrieben wird.
Ergebnis:
Frauen:
Männer:
Siegerinnen: WRV Argonauten
15:39,2 Sieger: RC Dresden 14:09,0
3. Platz: Friesen
16:33,4
2. Platz: Friesen 14:25,4
Mixed-Doppelvierer: Martin
Stürzlinger, Andrea Watzinger, Gerlinde Stelzl, Stephen
Biwald
Statt der angesagten heftigen Böen
und Regenschauern konnte das Rennen bei relativ
angenehmen Bedingungen absolviert werden. Die wenigen
Trainingseinheiten ließen für den alten Hasen und die
drei noch nicht sehr rennerfahrenen Ruderer keine zu
hohen Erwartungen aufkommen. Ziel war, ein technisch
sauberes Rennen im anständigen Tempo zu absolvieren.
Nach 500 Metern stimmten Richtung und Rhythmus, wir
konnten Tempo machen. Rund um die Wende sah uns zum
Glück - außer dem Schiedsrichter - niemand, Kraft und
Konzentration ließen nach. Beim Gänsehäufl konnten wir
wieder Druck machen, auf Höhe der Friesen versuchten wir
das beste Bild zu machen, Kraft für einen Endspurt war
auch noch vorhanden. Wir wurden zwar letzter, aber es
war ein Rennen, wo wir zeigen konnten, was wir gelernt
haben, und lernen konnten, wo noch
Verbesserungspotenzial ist.
Ergebnis:
Schnellster Mixed-Vierer:
Pirat/Donauhort 15:02,4
Letzter Platz: Friesen 16:27,6
Verfasser: Martin Stürzlinger
Mannschaftswertung: Einer,
Doppelzweier, Doppelvierer
Das Ergebnis in der
Mannschaftswertung nach insgesamt 14,4 km sah dann
folgendermaßen aus:
1. Lia Wien 43:11,1
2. Donau Wien 43:29,3
3. WRV Argonauten 46:51,6
4 Friesen Wien 50:00,0
Fünfer:
Als Abschluss dieses Regattatages
fand ein Fünfer-Rennen statt, mit einem Fass Bier als
Siegespreis. Insgesamt stellten sich 7 Mannschaften
diesem Kampf über ca. 400 m. Der Start erfolgte bei der
500m Marke und das Ziel befand sich auf der Höhe des
Argonauten Floßes. Die erste Abteilung bestand aus 3,
die zweite Abteilung aus 4 Booten die ersten zwei jedes
Laufs stiegen ins große Finale auf.
Clemens und Christoph Löffler, die
bereits ein sehr hartes Rennen im Doppelzweier in den
Beinen hatten, waren trotzdem sofort bereit mit Valentin
Platzgummer, Martin Stürzlinger und Stephen Biwald diese
Herausforderung anzunehmen.
In einem spannenden Vorlauf gelang es
dieser Mannschaft sich für das große Finale zu
qualifizieren. Knapp nur geschlagen vom Boot des RV
Normannen mit Veronika Ebert als Schlagfrau und 4
äußerst ambitioniert rudernden Juniorinnen. Das Boot
der WRV Argonauten das sich anfangs ebenfalls einen
packenden Bord an Bordkampf mit uns lieferte, nahm sich
aber aufgrund eines Krebses selbst jede Chance in diesem
Rennen eine Rolle zu spielen.
Danach folgte das Finale. Neben den
Normanninnen und uns, starteten die Mannschaften des
Dresdner RC und Donau Wien. Trotz eines technisch
sauberen Starts kristallisierte sich bereits nach
wenigen Schlägen eine 2 Klassen-Gesellschaft heraus. An
der Spitze kämpften die Dresdner und die Donau um das
Bierfass, während sich dahinter das Normannen-Boot und
wir uns um den dritten Platz duellierten. Letztendlich
entschieden die Normanninnen diesen Kampf, wie im
Vorlauf, um nur wenige Zentimeter für sich.
Ergebnis: 1. Dresdner RC, 2. Donau
Wien, 3. Normannen, 4. Friesen
Valentin und Martin haben diese
Herausforderung bravourös gemeistert. Die hohe, aber mit
viel Bedacht gewählte Schlagzahl von Christoph konnte
von beiden unter Aufbietung ihres gesamten technischen
Könnens abgenommen werden. Ein Rennen das für die
weitere ruderische Entwicklung von großer Bedeutung war
und neue Erkenntnisse gebracht hat. Wie hat das Martin
sehr treffend formuliert. „Ich wusste gar nicht wie
schnell man sich in einem Boot bewegen kann.“
Verfasser: Stephen Biwald
Sonntag, 8. Mai 2005:
Am Sonntag meinte es das Wetter bei
weitem nicht so gut mit uns. Starker Seitenwind und
immer wieder einsetzender Regen ließ alle Beteiligten
die Frage stellen, ob es wirklich eine gute Idee gewesen
ist, den 8er kurzfristig nachzumelden.
Das gesamte Rennprogramm unseres
Vereines wurde innerhalb der letzten halben
Regattastunde abgewickelt. Da der 2x mit Christoph und
Clemens Löffler um 12.40, der 4x mit
Bartl/Haberl/Schmidt/ Barnert zehn Minuten später und
der Achter, in dem fünf der sechs Leute wieder Platz
nahmen das Rennen darauf gestartet wurde, kam leichter
Stress auf.
Männer Doppelzweier: Clemens und
Christoph Löffler
Der 2er fuhr ein solides Rennen,
schonte sich für den Achter und fuhr einen sicheren
zweiten Platz nach Hause.
Ergebnis:
-
Platz Normannen 3:28,2
-
Platz
Friesen 3:39,4
-
Platz Normanne
3:46,5
Männer Doppelvierer: Manfred Schmidt,
Martin Haberl, Karl Bartl, Franz Barnert
Mehr zu kämpfen als gewollt, hatte
die Vierermannschaft. Abgekämpft kamen sie nach einem
ebenfalls 2en Platz ans Floß.
Verfasser Clemens Löffler
Vom
Start weg in Führung – bei 500m eine Länge vorm Feld –
dann kamen die ARG aber immer näher (oder wir wurden
immer langsamer??!!) und im Ziel waren wir angeblich
0,6sek zurück (laut Argonauten selbst und Zuschauer
war’s zwar nicht so, aber was soll’s – ich hab’ uns
eigentlich auch vorne gesehen). Rennen an sich war sehr
gut. Boot ist super gelaufen – lange, druckvolle Schläge
genau so wie ich’s mir vorgestellt hatte. Franz ist uns
wiedermal im Ziel umgekippt und hat sich seines
Frühstücks entledigt und konnte danach nicht mehr im
Achter starten.
1.
Platz Argonauten 3:22,2
2.
Platz Friesen 3:22,8
3.
Platz Lia 3:26,6
4.
Platz Argonauten 3:48,3
Verfasser Manfred Schmidt
Männer Achter (Renngemeinschaft mit
Lia Wien): Christoph Löffler, Clemens Löffler, Manfred
Schmidt, Martin Haberl, Philipp Kornfeind, Alexander
Gotschim, Karl Bartl, Lukas Höbart (LIA); Stf. Tini
Weiss
Nachdem sich Franzi Banerts Magen
entschlossen hat kurzfristig nicht mehr für das
Schlussrennen zur Verfügung zu stehen, sprang im letzten
Moment Karl Bartl ein und besetzte den frei gewordenen
Sitz.
Es zeigte sich schon bei den ersten
Schlägen nach dem Abstoßen, dass ein Sieg ein hartes
Stück Arbeit sein würde, da sich von Anfang an
technische Probleme einstellten. Das Aufwärmprogramm war
zusätzlich etwas kurz (im Grunde eine Fahrt zum Start
mit einer kurzen Steigerung).
Im Rennen erwies sich die Befürchtung
als begründet. Nach fulminanten ersten 500 Metern und
einem Sieg der Friesenwertung kam beim Inselspitz der
„Hammer“ und sowohl die Donau als auch der durch fünf
Dresdner verstärkte Argonautenachter musste
vorbeigelassen werden.
Der Rennbericht von Manfred Schmidt
zeichnet das gleiche Bild von diesem dramatischen
Rennen: „Trotz schlechtem Start waren wir bei
500m in Führung kamen aber dann einerseits mit dem
starken Seitenwind nicht zurecht (da rächen sich halt
die wenigen Trainingskilometer), andererseits fehlte es
auf der 2.Streckenhäfte an der notwendigen Power! Nach
750m hatten wir um dem Sieg nichts mehr mit zu reden.
Mir ist es zwar nicht schlecht gegangen, aber zwei
1000er in 15 Minuten spürt man dann im Finish doch ein
wenig.“
Bleibt als Resumee zu sagen, dass für
die geplante Wiedereroberung des Landesmeistertitels im
Achter noch ein hartes Stück Arbeit auf uns wartet. Eine
Niederlage zum richtigen Zeitpunkt kann da vielleicht
nicht schaden und das rege Interesse für das
wöchentliche Achtertraining lässt einiges hoffen. Noch
ist genug Zeit.
Ergebnis:
1.
Platz Donau 3:13,1
2.
Platz Argo/Dresden 3:15,9
3.
Platz Friesen/Lia 3:17,7
Verfasser Clemens Löffler
Die
kompletten Ergebnisse findet ihr hier:
Ergebnisse Vienna
Rowing Challenge 2005
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